"Alte Leute nicht ins Abseits stellen!"

Veröffentlicht am 27.05.2010 in Seniorenpolitik

Helga Hampel

Helga Hampel ist die Vorsitzende der Pankower Seniorenvertretung. Sie ist damit die oberste Fürsprecherin für die seniorenpolitischen Anliegen der Menschen im Bezirk.

Auf der gestrigen Senioren-BVV hielt sie ein Grußwort, das viele wichtige Denkanstöße beinhaltete und daher im Folgenden dokumentiert werden soll:

Sehr geehrte Damen und Herren,

traditionsgemäß führen wir heute wieder unsere jährliche Senioren-BVV durch. Wir danken Ihnen, dem BVV-Vorsteher, den Bezirksverordneten und den Mitgliedern des Bezirksamtes, dass sie den Pankower Seniorinnen und Senioren wieder die Gelegenheit geben, Anträge und Fragen einzubringen.

Einige Themen sind leider zum Dauerbrenner geworden. Ich denke dabei besonders an die Kaufhallen-Ruine am Pankower Anger und an die Schwimmhalle Wolfshagener Str.

Alles Ärgernisse, an denen nicht nur Senioren Anstoß nehmen, sondern alle Menschen verschiedenen Alters in unserem Bezirk.

Unser größtes Anliegen ist aber immer wieder der Erhalt und der Weiterausbau von Begegnungsstätten.

Dabei erstaunt es uns, dass trotz unserer jährlichen Appelle niemand daran denkt, bei der Konzeption neuer Projekte für die Jugendarbeit eine generationsübergreifende Nutzung der Einrichtungen von vornherein einzuplanen.

Dabei vermissen wir auch die Ideen der Bezirksverordneten, die doch das Bezirksamt zum Verwaltungshandeln anregen sollen.

Nachdem einige Milliarden Euro für Not leidende Banken und für Griechenland zur Verfügung gestellt wurden, kündigt nun die Bundesregierung und der Finanzsenator Sparmaßnahmen an.

Wir fordern alle Verantwortlichen im Bezirk auf, beim Sparen nicht zuerst an die sozialen Einrichtungen für Senioren zu denken, sondern nach anderen Wegen zu suchen.

Im nächsten Jahr finden die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksparlamenten statt.

Viele von Ihnen wollen dann wieder gewählt werden. Bitte denken Sie dabei auch daran: 25 Prozent der Wähler sind im Seniorenalter. Sie werden sicher sehr genau darauf achten, wie die Kandidaten sich für sie eingesetzt haben.

Auch die Mitglieder der Seniorenvertretung werden dann neu gewählt. Wir hoffen, es melden sich einige junge Alte, die gerade das 60. Lebensjahr erreicht haben, um unsere interessante und abwechslungsreiche Arbeit weiterzuführen. Gern dürfen es auch Bezirksverordnete sein, die sich für die BVV nicht mehr aufstellen lassen oder nicht mehr gewählt wurden.

Inzwischen wird es jedem bekannt sein: Der demografische Wandel ist nicht aufzuhalten. Die Alten werden immer mehr. Sie wollen nicht mehr nur verwaltet werden oder sich zum Kaffeetrinken treffen.

Die Menschen, die aus dem Arbeitsleben ausgeschieden sind, wollen sich weiterbilden und mitgestalten.

Geben Sie den Senioren die Möglichkeit dazu, und denken Sie daran: Jeder wird einmal alt und möchte dann nicht ins Abseits gestellt werden.

 

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